Obwohl es keine Anscheinsbeweise dafür gibt, dass es einen Zusammenhang zwischen Introvertiertheit und Intelligenz gibt, wächst die Überzeugung, dass schüchterne und zurückhaltende Menschen tendenziell ein höheres intellektuelles Potenzial haben. Es reicht aus, die beliebtesten internationalen Websites zu besuchen, die von jungen Leuten besucht werden, und man kann sehen, dass es nicht mehr peinlich oder „uncool“ ist, introvertiert zu sein. Während vor ein paar Jahren in jedem Film ein gut aussehender Athlet oder eine auffallend schöne Cheerleaderin der Star der Schule war, folgen die Filme jetzt den neuen Trends: Die beliebtesten Charaktere sind hochintelligent, haben aber Schwierigkeiten, soziale Beziehungen aufzubauen wie Sheldon Cooper oder Sherlock Holmes.
Trends werden von den Jugendlichen geprägt und gleichzeitig von ihnen beeinflusst: Introvertiertsein ist jetzt eher eine „coole“ Sache, ein Merkmal, das viele Menschen zugeben, auch wenn es ihnen nicht besonders zutrifft. Und diejenigen, die wirklich introvertiert sind, müssen dies nicht unbedingt ändern, da der soziale Druck nachlässt. Darüber hinaus müssen sie dank des technologischen Fortschritts nicht unbedingt Änderungen vornehmen, beispielsweise in Bezug auf Small Talk.